Archiv für die Kategorie ‘TU Delft’
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Heute war der große Tag meines Vorstellungs-/Einstiegs-Gruppenvortrages gekommen und was soll ich sagen, ich habs überlebt!
Der Weg zur Uni
Hallo Tagebuch, meine zweite Woche in Delft ist angebrochen und begann am Montag wie nicht anders zu erwarten mit Aufstehen, Duschen und ab in die Uni. Es ist ein komisches Gefühl in die Uni zu gehen und doch kein Student zu sein – nicht mehr. Von daher ist der Ausdruck zur Uni gehen sehr irreführend. Ins Büro gehen würde es besser beschreiben, klingt aber nicht so toll – denn das machen ja so viele Menschen jeden Morgen!?
Also ich geh in die Uni und der Weg dorthin ist echt der Hammer, also muss ich ihn jetzt einfach einmal beschreiben. Aus der Haustür raus in die kleine Gasse mit Namen Molstraat treten, 90° nach rechts und loslaufen. Am Ende der Straße und vor der Brücke wieder nach rechts und immer am Kanal lang, eine Brücke, noch ne Brücke, …bei der dritten macht der Kanal nen Rechtsknick. Da wir dort nicht hinwollen, links über die Brücke und gleich darauf durch nen Tunnel unter der Hauptstraße durch. Nach nem Rechtsknick der Straße überquert man die nächste Brücke, die dieses Mal ein wenig größer ausfällt. Nach der Brücke gleich links und wieder an nem Kanal lang, unter ner Brücke durch und vor der nächsten nach rechts, weg vom Kanal. Auf der Straßenseite bleibend einfach weiterlaufen, an einer Bushaltestelle vorbei und wenn rechts ein Parkplatz auftaucht, abbiegen und rein ins Haus. Noch eine Etage hoch ins Büro und dann sind wir angekommen. Nenn mir einen vergleichbar „wässrigen“ Weg!
Uni Chaos – Teil II
Mittwoch – der erste Morgen, an dem ich ohne auf Aljoscha zu warten das Haus verließ. Das Problem was sich dann in der Uni jedoch stellte war, dass das Büro noch abgeschlossen war und ich es mir somit im Gemeinschaftsraum gemütlich machte. Dies hatte die interessante Folge, dass ich von jedem, der dort vorbei kam in irgendeiner Weise Hilfe angeboten bekam. Erst versuchte jemand, ob sein Schlüssel zufällig auch in diesem Büro passt und dann wurde ich in ein anderes Büro eingeladen – nicht, dass es so ungemütlich gewesen wär, wo ich war – aber doch ne tolle Sache. Als der erste aus Aljoschas Büro kam, bedankte ich mich höflich und zog von dannen. 9Uhr sollte das Gruppentreffen starten und ich war gespannt, ob Aljoscha es bis dahin zur Uni schaffen würde. Aber auch da erwiesen sich die Kollegen als überaus freundlich und ich wurde eingesammelt und in den richtigen Raum geführt, in welchem dann auch, gerade noch pünktlich, Aljoscha eintraf. Das Treffen bestand aus zwei Vorträgen, von denen der erste gut und verständlich war (und sich zufällig auch in die Richtung bewegte, die ich ausreichend kenne – 13C-Modellierung) und beim zweiten wohl jeder nach 10min abgeschaltet hatte. Es war weder spannend noch in der Zeit…und das Überziehen machte den Vortrag nicht besser. Aber ich würde auch keine 40 Folien in 20min schaffen – der Unterschied ist nur, ich würd es erst gar nicht versuchen!
Das Treffen mit Klaas im Anschluss verlief gut – ich habe das Gefühl, dass ich mir eher zutraue Englisch zu reden und auch mal Fehler zu machen, wenn Aljoscha nicht dabei ist – sei’s drum, ich denke, ich konnte ihm helfen und begab mich danach wieder an meinen provisorischen Arbeitsplatz. Aber immerhin hatte ich mittlerweile einen Schlüssel für das mir zugedachte Büro…
Donnerstag und Freitag werde ich jetzt einfach zusammenfassen, denn es passierte erstaunlich wenig Neues. Ich bekam endlich meinen eigenen Platz und konnte mich ausführlich mit Aljoscha kurzschließen…da er vom Montag Abend an bis zum nächsten Dienstag nicht da sein wird. Ich arbeite jedoch immer noch an meinem Laptop, was auch Vorteile hat wie z.B. die Musik *sing*. Mein Büro teile ich mir im Moment nur mit zwei anderen (der vierte Platz ist leer) und es ist eine sehr ruhige, angenehme Arbeitsatmosphäre.


Uni Chaos – Teil I
Der Dienstag begann wie auch schon der Montag mit Duschen, Frühstücken und darauf warten, dass Aljoscha aus dem Bett fällt. Danach stand der erste komplette Tag an der Uni an – mit jeder Menge wichtiger Wege und nichts, was auf Anhieb klappte. Da der mir zugedachte Platz noch besetzt war, wurden kurzerhand ein Tisch und ein hart erkämpfter Bürostuhl in Aljoschas schon recht volles 4-Mann-Büro gestellt. Als nächstes folgten Gespräche zur Anmeldung im Gebäude, Beantragung eins Schlüssels und einer CampusCard – denn nur mit dieser darf man eigentlich in das Gebäude und kommt ohne sie vor allem nach 19Uhr und am WE nicht rein&raus – sowie die Bestellung eines neuen, großen Monitors. Nebenbei bereitete ich mich auf mein erstes Meeting vor…ich sollte, wenn ich das ganze richtig verstanden hatte, einem Masterstudenten – Klaas – bei Problemen mit Modelica helfen. Dieser hatte meine Diplomarbeit von Aljoscha bekommen und versuchte verzweifelt ein nicht komplettes Modell aus der Arbeit zu kopieren…das Problem sollte sich doch lösen lassen. Das erste Treffen habe ich dann auch mit mehr zuhören und wenig reden – wie es eben so meine Art ist – gut über die Runden gebracht. Ein Treffen mit Klaas war gleich für den nächsten Tag nach dem Group Meeting angesetzt…
Ein darauf folgender Gang zum Fotografen für das CampusCard-Bild brachte ein weiteres fehlendes Puzzlestein an der Uni zum Vorschein – meine NetID. Das Fehlen dieser kleinen unscheinbaren Nummer ist der Grund, weshalb ich erst einmal nur einen Gästeausweis ohne Foto beantragen durfte, keinen Account für den Rechner habe und mit meinem Laptop nicht ins Internet komme, da mir die Zugangsdaten für das UniLAN fehlen…Da der Fotograf allerdings auf der anderen Seite des Campus gelegen ist, kam ich zu einem großen Spaziergang und der Erkenntnis, dass ich zum Abholen des Wisches meine Kamera mitnehmen musste.
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