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Großeinkauf in einem schwedischen Möbelhaus
Seit Montag 18:32 ist Katrin bei mir in Den Haag – die holländische Bahn hatte sich zwar allergrößte Mühe gegeben, sie davon abzuhalten, es aber zum Glück nicht geschafft. Nachdem der IC von Hannover nach Amersfoort mit jeder Minute Fahrt auch eine weitere Minute hinter dem offiziellen Fahrplan hinterher zu hängen schien, kam irgendwann die Durchsage, dass um Utrecht der gesamte Bahnverkehr zum Erliegen gekommen ist und alle Reisende mit den Zielen Rotterdam, Den Haag, …doch bitte bis zum Amsterdamer Flughafen Schiphol im Zug verbleiben und erst dort in Richtung Den Haag umsteigen sollen. Zu den mittlerweile 40min Verspätung kam also ein weiterer Zeitverlust durch diesen bevorstehenden Umweg…Aber in Schiphol klappte alles unterwartet reibungslos und so kam, dass Katrin tatsächlich den Weg nach Den Haag gefunden hatte!
Soviel zur Vorgeschichte. Da Einkaufen bei IKEA allein so gar keinen Spaß macht, habe ich es bisher vor mir her geschoben und auf die so wichtige Matratze beschränkt. Nun, da ich aber Verstärkung hatte, ging es gleich am Dienstag nach der Arbeit zu IKEA. Auf dem Einkaufszettel standen Küchenutensilien wie eine große Pfanne, ein großer Topf und ein wenig Geschirr…
Da es jedoch Katrins erster Besuch in einem IKEA war, ließen wir es uns nicht nehmen erst einmal gemütlich durch die Ausstellungsräume zu schlendern, Betten und Sofas probe zu liegen/sitzen, Schränke auf und zu zu klappen oder zu schieben und einfach mit allem herum zu spielen.
Nach einer Stärkung mit Apfelkuchen ging es nach unten und galt es, Entscheidungen zu treffen.
Heraus gekommen ist ein voll gefülltes Schubfach:

…und noch so einige Kleinigkeiten.
Im Lebensmittelshop gab es zum Abschluss noch eine Tüte Köttbullar – welche wir uns zum Abendbrot mit Kartoffelpü schmecken ließen!
Delft –> Den Haag (der Umzug)
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Endlich war der Tag des Umzuges gekommen und ich konnte meine vorübergehende Bleibe bei Aljoscha verlassen. Hatte ich am Vorabend alles ordentlich zusammen gepackt, so stand ich nun vor dem Transportproblem: ein großer Rucksack, eine ebenso große Reisetasche, ein kleiner Rucksack, eine gerollte und gut verschnürte Matratze und ein Rad wollten zur neuen Adresse transportiert werden…das zweite Problem war, dass ich bereits 10Uhr den Schlüssen in Empfang nehmen und dementsprechend zeitig aufbrechen sollte.
So machte ich mich 8:30 mit dem großem Rucksack und der Reisetasche bepackt auf den Weg zum Delfter Bahnhof, um mit der Bahn den Weg ins Zentrum Den Haags zurückzulegen. Dort angekommen und den Schalter der HTM (Straßenbahngesellschaft Den Haags) gefunden, kaufte ich mir (nachdem dieser verspätet 10 nach 9 geöffnet hatte) ein Tagesticket für Den Haag und Delft und bestieg kurz darauf die Tram Nummer 9 in Richtung Vrederust. An jeder Haltestelle hielt die Bahn und an „meiner“ brauste sie natürlich vorbei – woher soll ich auch wissen, dass ich dafür nen Knöpfchen drücken muss? Jetzt weiß ich es, aber musste mir das gerade heut passieren? Also stieg ich eine nach der von mir anvisierten Station aus und lief samt Gepäck den Weg zurück – Zeit hatte ich noch genug und so konnte ich zumindest gemütlich gehen.
An meiner neues Adresse angekommen wurde ich auch schon erwartet, erhielt meinen Schlüssel, lud mein Gepäck ab und machte mich auf den Weg zurück nach Delft – dieses Mal komplett mit der Tram, denn dafür hatte ich ja das Ticket.
Auf meiner nächsten Tour nach Den Haag begleiteten mich mein kleiner Rucksack und die nicht sehr handliche Matratze, die auf dem Stuhl neben mir jedoch gut Platz fand. Und nachdem beides den Weg in mein neues Zimmer gefunden hatte, fuhr ich ein letztes Mal an diese Samstag mit der Tram nach Delft.
Für den Rückweg mit dem Rad hatte ich mir eine Route herausgesucht, welche ich aber natürlich nicht einhielt. Trotzdem kamen mein Fahrrad und ich gesund und munter den Den Haag an und das Rad wurde an dem ihm zugedachten trocknen Platz geparkt. Dies war auch nötig, denn kurz darauf begann es zu regnen und wollte bis zum Abend nicht mehr aufhören – dabei hatte der Tag so vielversprechend begonnen und ich wollte eigentlich noch zur Nordsee.
Daraus wurde nichts – abgesehen von einem kleinen Spaziergang zum Einkaufen blieb ich schön im Warmen, packte meine Sachen aus und machte es mir gemütlich (Fotos folgen).
Krokusse
Eine Entdeckung des letzten Tages:


Um so etwas zu erleben…
…muss man erst in einem holländischen Aldi einkaufen!
Auf meinem heutigen Weg zur Rabobank um die lang ersehnte EC-Karte abzuholen, kam ich an einem Aldi vorbei. Auf dem Rückweg beschloss ich dann kurzerhand hinein zu gehen und mich umzusehen. Mit meiner kleinen Beute – einem Salat und toller Aldi-Schoki – reihte ich mich ganz hinten in die lange Schlange ein.
Endlich an der Kasse angekommen, wirft mir die Verkäuferin ein „Tasse“ an den Kopf…da ich schon mitbekommen hatte, dass dies auf deutsch Tasche heißt fragte ich sie verwundert, was denn mit meiner Tasche los sei. Und man wird es nicht glauben, sie wollte in meinen Rucksack sehen!!
Nach der Durchsuchung und nachdem ich meinen Einkauf bezahlt hatte, zog ich kopfschüttelnd von dannen…
I proudly present…

Heute war der große Tag meines Vorstellungs-/Einstiegs-Gruppenvortrages gekommen und was soll ich sagen, ich habs überlebt!
Fahrradfahren in den Niederlanden
Jetzt, da ich endlich mein Fahrrad hier hab, muss ich eine Geschichte aus der letzten Woche erzählen:
Da laufe ich jeden Tag über die tollen Drehbrücken über den großen Kanal und noch nie hatte ich bisher warten müssen. So kam es, wie es kommen musste und ich gerade vor meiner Nase sprang die Ampel auf rot und die Straße (in Form der Brücke) drehte sich weg…ein Schiff passierte und danach ging alles wieder rückwärts. Das eigentlich kuriose an dieser Geschichte ist jedoch nicht diese Brücke und das gerade ein Schiff kam, als ich rüber wollte – Nein! An der Brücke warteten genau ein Fußgänger (Ich) und 16! Radfahrer – das nenn ich doch mal bezeichnend.
Und hier noch ein wirklich kleiner Ausschnitt des Fahrradparkplatzes am Bahnhof:


Darf ich hier einziehen? – Zimmersuche in und um Delft
Uiiii, nach sehr vielen Anschreiben auf Wohungs-/Zimmeranzeigen die alle samt ignoriert wurden, gibt es heute (Mittwoch) gleich zwei Antworten. Eine Absage, da das Zimmer schon vergeben ist. Gut zu wissen, danke! Warum machen das die anderen nicht so? Und ein Besichtigungstermin morgen 9:30Uhr. Vieles in der Anzeige war auf Niederländisch, so dass ich echt mal gespannt bin, ob das, was ich verstanden hab, so auch passt! Aber es wäre ein super Schritt, auch wenn ich erst am 15.3. einziehen kann. Drücken wir mal die Daumen, dass es mir gefällt und sie mich haben will. Die Wohnung liegt in Delft ganz in der Nähe des Wilhelminaparks und nicht zu weit weg von der Uni.
Am Donnerstag Morgen hatte ich meinen ersten Besichtigungstermin und so ging ich nicht zur Uni sondern in entgegengesetzte Richtung. Die Adresse war schnell gefunden und ich hatte noch ein wenig Zeit die Umgebung zu erkunden. Unten im Haus ist ein Blumenladen, an der Fassade um die Ecke ein Automat der Rabobank…gegenüber ein Markt mit frischem Obst und Gemüse, sowie ein Supermarkt (in schlenderte hindurch und kaufte mir eine Tüte Haribo KIKKERS – ne Idee, was das sein könnte? Kleiner Tipp, es ist grün) und eine Ecke weiter ein Postkasten (in diesen versenkte ich gleich die Geburtstagskarte an meine Oma). Die Umgebung gefiel mir gut und auch die Hausherrin, die mich mit ihrer Mutter (welche jedoch kein englisch sprach) begrüßte machte einen netten Eindruck. Sie zeigte mir die besagten freien Zimmer und den Rest des Hauses: eine Küche für 4 Personen und ein separates Klo waren auf der selben Etage wie die freien Zimmer, eine Etage höher ein Bad (welches sich 5 Personen teilen) und zwei weitere Zimmer, ganz oben unterm Dach ist noch ein Zimmer mit eigener kleiner Küche…Mein Lieblingszimmer stand schnell fest, ich wurde jedoch durch den Mietvertrag, welcher sofort über 6 Monate unterschrieben werden musste und die Tatsache, dass ich keinen Besuch für länger als eine Nacht unterbringen darf ein wenig abgeschreckt…und entschied mich erst einmal noch nicht. Aber eigentlich stand die Entscheidung fest – da will ich nicht hin! Doch kann ich es mir leisten abzusagen? Was ist, wenn ich nichts anderes finde?
Ich änderte meine Strategie und erweiterte meine Suche nach einem Zimmer auf die Nachbarstädte Den Haag und Rotterdam…
Den nächsten Vormittag verbrachte ich dann damit, eine rege Unterhaltung mit zwei Menschen zu führen, welche mich angeschrieben hatten, ob ich denn nicht bei ihnen einziehen will. Menschen die ich nicht kenne, die alles (naja, nur das gröbste) über mich wissen wollen und letztendlich der Meinung sind, dass ich passen könnte und mir einen Besichtigungstermin geben. Prima. Das Besuchsproblem habe ich gleich als erstes angesprochen um sicher zu gehen, dass sich jeder weitere Aufwand auch lohnt und beide haben nichts dagegen. So kam es also, dass ich morgen 13:30 und 16:30 jeweils einen Termin zur Besichtigung eines möblierten Zimmers habe. Das 16:30Uhr Zimmer liegt im Westen Den Haags nicht weit von Stadtrand entfernt und ist etwa 10km (also ne halbe Fahrradstunde…bei dem Flachland hier wohl eher weniger) von der Uni entfernt, 7min Fußweg von der Tramhaltestelle entfernt, von welcher mich eine Bahn direkt bis zum Bahnhof fährt. Küche ist mit einer Person, Dusche mit 4 Personen + 1 Kind zu teilen (warum haben die alle so wenige Duschen??), das Zimmer ist komplett möbliert, mit Fernseher und Internetverbindung. Kosten all inklusiv 400€… Das 13:30Uhr Zimmer liegt im Osten der Stadt in der Nähe des Bahnhofes Den Haag Mariahoeve, ebenso ist eine Tramhaltestelle gleich um die Ecke und das Meer nicht weit (bei beiden Wohnungen etwa 5km, würd ich sagen). Die Entfernung mit dem Rad zur Uni beträgt hier etwa 13km, also unwesentlich mehr. Auch dieses Zimmer ist komplett mit TV und Internet und das Haus wird sogar durch einen Wachmann bewacht. Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine sowie ein Holzfußboden klingen schon echt gut. Hier gibt es, soweit ich weiß, 3 Mitbewohner. Die Kosten betragen all inklusiv 350€. Also was das betrifft scheinen beide echt prima zu sein, aber habe bisher noch keine Fotos gesehen…Also werde ich mich überraschen lassen. Ich habe mir die Wegbeschreibungen ausgedruckt und die Kartenteile abgezeichnet. Werd nachher noch schauen, wie ich am besten zur ersten Adresse komme (Zug oder Tram) und dann kann es losgehen. Ich freu mich drauf. Weiterhin habe ich mit Kontakt mit einer Wohnungsbesitzerin in Rotterdam, vlt ergibt dich dort ein Treffen für Sonntag – ich habe es vorgeschlagen. Ich bin so froh, dass sich etwas tut!
Samstag, Den Haag-Tag, ich beeilte mich schnell vor allen anderen das Bad zu entern und zu duschen. Nach nem Frühstück machte ich mich auch schon auf den Weg zum Bahnhof. Ich lernte, dass ich an den Automaten mit meiner deutschen EC-Karte zahlen kann, kaufte mir ein Ticket nach Den Haag Mariahoeve und stieg in den wenige Minuten später einfahrenden Schnellzug, welcher mich erst einmal zum Bahnhof Den Haag HS (Holland Spore) brachte. Dort angekommen suchte ich einen Kiosk und kaufte einen Stadtplan. Ich entschied mich für einen richtig schicken, sone Art Ringbuch…welcher auch einen großen Teil der Umgebung beinhaltete. Also gerade richtig, wenn ich mich mit dem Rad in und um Den Haag rumschlagen will. Bestens ausgerüstet entschied ich mich gegen die Bahn und dafür, zu meiner ersten Adresse zu laufen. Es war noch früh am Tag und ich hatte 3 Stunden Zeit. Es sollte also locker reichen. Vorbei am großen Hauptbahnhof (Den Haag Centraal), in welchem ich mich mit einer Karte des Tram- und Bus-Netztes versorgte, ging es weiter in einen großen Park der nach einer kurzen Zeit in einen Wald überging.


Trotz des weniger guten Wetter traf ich jede Menge Jogger, Spaziergänger und Hundegassiführer. Ich durchquerte den Park einmal von West nach Ost und war schon fast in dem von mir anvisierten Stadtteil angekommen. Jede Menge Hochhäuser, viele Menschen aber es war erstaunlich ruhig. Die angegebene Adresse fand ich auf Anhieb, ein 4-geschössiger Bau…

so stellte sich nur noch die Frage, was in den noch fast verbleibenden 2h anstellen. Ich erkundete den Weg zum Bahnhof, zum nächsten Supermarkt und in einen kleinen Park hinein an welchen sich nahtlos eine riesigen Mauer anschloss, welche den Lärm der dahinter liegenden Autobahn abschirmen sollte. Nicht die Gegend, die mir allzu sehr zusagte, aber ich war auf die Wohnung gespannt. Pünktlich 13:30 Uhr klingelte ich, stellte mich an der Gegensprechanlage vor und wurde in das Treppenhaus gelassen. Anders als erwartet sah es hier sauber aus und roch auch angenehm. Ich musste in den vierten Stock (hier in Holland hat sogar jede Wohnung ihre eigene Hausnummer, so geht es schnell, dass man in der Nummer 274 wohnt, obwohl die Straße verhältnismäßig kurz ist). Nach freundlicher Begrüßung an der Haustür wurde ich hinein gebeten und durfte mich umschauen. In meinem vlt zukünftigen Zimmer stand ein großes 140cm breites Bett, ein Kleiderschrank, welcher mich irgendwie an die Zeit in Selgersdorf erinnerte – aber ich testete seine Stabilität nicht aus – und ein Regal. Sowohl Schrank als auch Regal waren zu großem Teil vollgeräumt (Klamotten der Vermieterin) und auch der kleine Balkon konnte, da er nach Norden raus lag und jede Menge Häuser im Blickfeld standen, nicht überzeugen. Durch ein großes Gemeinschaftszimmer mit zwei Sofas, einem Schreibtisch und einem Fernseher, welches sehr gemütlich aussah, ging es zurück in den Flur. Von dort gingen noch zwei (vermietete) Zimmer, eine Toilette und die Küche ab. Und von der Küche aus kam man in einen Raum mit Dusche und Waschmaschine. Alles sehr klein, vollgestellt und nicht allzu sauber. Ich verabschiedete mich bei der Vermieterin und ging mit der Ankündigung, mich mit einer Entscheidung spätestens morgen zu melden. Auf dem Weg zur Straßenbahn schossen mir viele Gedanken durch den Kopf, die Traumwohnung ist das nicht, aber man könnte sich dran gewöhnen, zumal es ja Sommer wird und das Zimmer dann ja eh nur zum Schlafen genutzt werden würde. Weitere negative Punkte waren jedoch, dass es keinen Unterstellplatz für das Fahrrad geben würde und dieses somit vor dem Haus frei rum stehen müsste – der Gedanke gefällt mir nicht! – und dass der Weg zur Uni recht dicht vorbei an mehreren Autobahnen führen würde…
Um eine Strippe meiner Karte (also etwa 50cent) zu sparen, lief ich bis in die nächste Zone hinein und kam somit an einem Spar vorbei. Nach kurzem Abstecher hinein und der ernüchternden Feststellung, dass es hier dasselbe gibt wie überall in Holland und auch zu den teilweise echt hohen Preisen setzte ich mich in die nächste Tram und fuhr mit einmaligem Umsteigen in den Westen der Stadt zu meiner zweiten Adresse. Mittlerweile war das Wetter ganz angenehm, die Sonne schob die Wolken zur Seite und machte sich Platz. Nach erreichen der von der Vermieterin angegebenen Adresse lief ich nicht sofort zur Wohnung sondern schlenderte einen kleinen Umweg an einem Platz vorbei, auf welchem ich einen Supermarkt vermutete. Und richtig, Supermarkt, Drogerie, …alles, was das Herz begehrt in näherer Nachbarschaft. Kurz darauf landete ich in einem Viertel mit neuen, seltsam ausschauenden Häusern. Vlt 4 Meter breit und 4 Stockwerke hoch in reih und Glied nebeneinander gelegen. Und richtig, die von mir angesteuerte Adresse gehörte zu genau so einem Häuschen.

Ich erkundete noch ein wenig die Umgebung und ließ mich dann mit meinem Buch auf einer Bank in der Sonne nieder. Lesend verbrachte ich die Zeit bis 16:30…
Nachdem ich auch an der zweiten Adresse wieder pünktlich geklingelt hatte, wurde mir von einer jungen Frau geöffnet. Ich legte ab und begleitete sie gleich bis hinauf in den 4. Stock. Das Zimmer, welches bisher noch von einem Deutschen bewohnt wird, wird am 6.3. frei und kann einen Tag später bezogen werden. Es ist etwa würfelförmig 3×3x3m durch die hohe Decke und ein großes Fenster in Richtung Südosten ist es schön hell und gefällt mir auf Anhieb. Es ist komplett eingerichtet, mit Bett, Schrank, Schreibtisch, Stühlen und sogar nem separaten Esstisch. Ein kleiner Fernseher steht im Zimmer und Internet ist auch vorhanden. Auf dem Flur befindet sich eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank, zwei Herdplatten und einer Waschmaschine. Die Waschmaschine wird auch von der im Haus lebenden Familie genutzt, die Küchenzeile muss mit dem Mieter eines weiteren Zimmers auf dieser Etage geteilt werden. Eine Etage tiefer befindet sich das Bad, sowie ein Schlaf- und Kinderzimmer der Familie…darunter deren Wohnbereich und ganz unten, hmmm – so ganz genau weiß ich nicht mehr, was ganz untern war, abgesehen von einer Stellfläche für Fahrräder und einer separaten Toilette!? Naja, da ich mich für dieses Zimmer entschieden habe, kann ich die Information zum Glück nachliefern! 200€ Kaution und die erste Miete in Höhe von 400€ werden am 7.3. beim Einzug fällig und dann bin ich endlich Herr über mein kleines Reich und nicht mehr nur einer durch einen Vorhang abgetrennten Abstellkammer mit Matratze.
Ziemlich fertig vom Tag machte ich mich auf den Heimweg, gönnte mir ein McChicken Menü mit Salat und Cola bei McDonalds und ließ mich müde auf meine Matratze plumpsen. Ein stressiger aber auch schöner und erfolgreicher Tag ging zu Ende! *freu*
Nacht in Delft
Hatte ich mir in Rotterdam nach langem Zögern doch nun endlich ein tolles Stativ gekauft, so musste es natürlich auch sofort ausprobiert werden. Und ich bin begeistert von den Nachtaufnahmen!!
Rotterdam
An meinem zweiten Samstag hier in Delft wurde erst einmal gemütlich bis etwa 9Uhr ausgeschlafen. Nach einer Dusche und dem Frühstück machte ich mich jedoch sofort auf den Weg zum Bahnhof. Die Sonne lockte mit ihren Strahlen und das ganze Haus war, auf Grund der Dachfenster oben und teilweise gläsernen Decken/Fenstern unten, in tolles, helles Licht getaucht. Also ab nach draußen, das schöne Wetter genießen, viel sehen und tolle Fotos schießen. Mein Weg führte mich nach Rotterdam, aber dieses Mal mit der Bahn. Etwas mehr als 10min Anreise von Bahnhof Delft zum Bahnhof Rotterdam Centraal und sofort mitten drin im Getümmel.

Hochhäuser soweit das Auge blickt, verglaste Fassaden, welche die Sonne auch die schattigsten Ecken spiegelte und dazu führten, dass ich nur mit zusammengekniffenen Augen durch die Gegend lief und schon überlegte, wo ich jetzt am schnellsten eine Sonnenbrille herbekommen. Fand das dann jedoch zu übertrieben und machte mich frohen Mutes auf den Weg gen Süden. Einmal quer durch die Innenstadt und dann zum Hafen. Überwältigt von den Wolkenkratzern und beschwingt vom schönen Wetter fand ich ohne Probleme den auserwählten Media Markt, aber leider nicht die dortige Computerabteilung. Ein wenig verwundert, aber nicht weiter drüber nachdenkend verließ ich den Laden wieder und wanderte weiter. Am Hafen angekommen erwartete mich ein überwältigendes Bild von Segelmasten in im Wasser spiegelndes Sonnenlicht gehüllt und der Erasmusbrücke, die nicht umsonst von der Bevölkerung der Schwan genannt wird! Eine besondere Spezies Taxi fuhr mir auch über den Weg – Wassertaxen fegten über das Wasser, so dass mir schon beim Zusehen irgendwie mulmig wurde…
Nach einem Abstecher in einen Souvenirladen, in dem ich allerdings nichts mitgehen ließ, überquerte ich die Brücke und machte mich vorbei an weiteren Hochhäusern auf zur Spitze einer kleinen Inseln auf der Neuen Maas (Kop van Zuid)…dort steht das Hotel New York und es war früher der Punkt in der Stadt von welchem aus die meisten Auswanderer in die USA (die neue Welt) aufbrachen. Ich setzte mich an den Rand der Mauer und beobachtete eine ganze Weile den Schiffsverkehr auf dem Wasser, Fähren, riesen Transporter, die kleinen Taxen und Motorbote, …es gibt nichts, was da nicht durch die Gegend schippert. Aber besonders verwundert war ich über die in der Ferne zu hunderten herumstehenden Kräne…
Mein Rückweg von dieser Inselspitze führte über die zweite Brücke Rotterdams – die Willemsbrug – welche nicht nur auf Grund ihrer roten Farbe als „Golden Gate Bridge von Rotterdam“ bezeichnet wird…vor dem Bau der Erasmusrücke war sie außerdem die letzte Brücke vor der Mündung.

Vorbei an den Kubushäusern landete ich auf einem riesigen Markt und tausenden anderen Menschen. Da ich mittlerweile Hunger hatte, kam der Stand mit den echten holländischen Pommes gerade richtig und ich kaufte mir eine große Portion Fritten Spezial – also mit einer speziellen Frittensoße, Tomatenketchup und rohen gehackten Zwiebeln – war lecker und sehr sättigend. Der Markt bestand aus vielen Blumen- und Obst-/Gemüseständen und den üblichen Ständen für Klamotten. Besonders aufgefallen ist mir ein Wagen, welcher nur Geflügel verkaufte, unter anderem Hackfleisch vom Huhn. Als ich den Trubel des Marktes endlich hinter mir gelassen hatte, führte mein Weg wieder zum Media Markt. Ich erkannte von außen, dass ich bei meinem ersten Besuch die beiden oberen Etagen übersehen hatte und fand endlich eine tolle Computermaus. Hinzu kamen ein Stativ für meine Kamera, ein Headset für den MP3-Player (welche ich sofort gegen die aktuellen, an den Ohrstöpseln kaputten und dadurch schmerzenden eintauschte) und ein paar Batterien für die Maus.
Voll bepackt ging es zurück zum Bahnhof und nach Delft. Meine Füße, welche dieses Mal noch nicht so erschöpft waren wie letzten Samstag, waren trotzdem froh darüber, nicht mehr geschunden zu werden…
Fotos sind auch dieses Mal wieder bei Picasa zu finden.
Matratzenkauf
In meiner Mittagspause am Donnerstag machte ich mich bei tollstem Wetter und mit dem Ziel endlich eine Matratze zu kaufen auf den Weg zu IKEA.

Nach einem schönen und nicht zu langen Spaziergang kam ich bei IKEA an und was soll ich sagen!? Der Ikea ist, wie wahrscheinlich alle, einfach nur riesig. Da es jedoch einen festen Pfad durch den Dschungel gibt, kann man sich eigentlich nicht verlaufen.
Bin jetzt jedenfalls stolzer Besitzer eine 10cm hohen, 200cm langen und 80cm breiten Matratze für 34,99€ die ich eigenhändig vom IKEA auf Arbeit und dann heim geschleppt hab. Da kann die nächste Nacht ja nur traumhaft werden.
Daheim angekommen ging es sofort ans Matratze auspacken, ausrollen und probeliegen! Roch noch ein wenig komisch und es juckte mich danach trotz ner Decke drüber. Aber es hieß, dass das wohl normal sei und die Matratze erst einmal auslüften müsse.
Aber dafür hatt ich keine Zeit, wollte schließlich nicht noch einmal auf dem Boden schlafen! Und es hat sich gelohnt, die Nacht war toll und ich habe das erste Mal seit ich hier bin nicht gefroren – im Gegenteil, hab die dicke Jogginghose und die Kuschelsocken in der Nacht ausgezogen.
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