Amsterdam – zweite Chance

Heute Morgen entschloss ich kurzer Hand, einen Ausflug nach Amsterdam zu machen. Das Wetter war einfach nur traumhaft, kein Wölkchen am Himmel und frühlingshafte Temperaturen. Genau die richtige Stimmung also um Amsterdam eine zweite Chance zu geben.

Warum eine zweite Chance? Vor etlichen Jahren, ich ging noch zu Schule (aber schon in der Oberstufe, denk ich), haben wir eine Klassenfahrt nach Holland gemacht. Unsere Unterkunft waren Ferienhäuser, welche an einen Vergnügungspark angeschlossen waren…der nächste Ort kilometerweit weg. Ein Tagesausflug führte uns jedenfalls mit dem Bus nach Amsterdam. Es hat den gesamten Tag gegossen wie aus Kübeln und ich behielt die Stadt in sehr schlechter Erinnerung.

Ich machte mich also auf den Weg herauszufinden, ob dieser erste Eindruck von damals sich bestätigen würde…oder eben nicht. Nach 40minütiger Bahnfahrt, kam ich an einem völlig überfüllten Amsterdamer Hauptbahnhof an. Nachdem ich mich durch die Menschenmassen nach draußen gequetscht hatte, strahlte mir die Sonne ins Gesicht. Ich versuchte mich an die Gebäude, welche ich sah, zu erinnern…aber so recht wollte mir das nicht gelingen. Ob die riesige Baustelle, welche sich direkt vorm Bahnhof befindet, nicht ganz unschuldig daran ist, weiß ich nicht…
Mein erstes Ziel stand fest – NEMO. Das NEMO ist ein Museum, in welchem Wissenschaft und Technologie zum Anfassen geboten wird…da dies aber allein sicher keinen Spaß macht, wollte ich nicht hinein sonder oben drauf. Die Dachterrasse ist auch für Nicht-Besucher geöffnet und erlaubt einen schönen Blick über die Stadt. Immer am Wasser entlang gen Osten war das seltsam aussehende Gebäude schon bald entdeckt und erklommen.

Es bot sich folgender Ausblick:

Wieder unten angekommen machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt mit Dam, Blumenmarkt und Rembrandt.

Weitere Fotos von meiner Amsterdam-Entdeckungs-Tour findet ihr wie immer bei Picasa.

Fazit: Die Stadt hatte die zweite Chance wirklich verdient und hat mich nicht enttäuscht. Aber meine Lieblingsstadt wird Amsterdam sicher nicht werden…Ein wenig gewöhnungsbedürftig find ich die freistehenden, mobilen Pissoirs, welche in der gesamten Stadt rumstehen…den ständigen, penetranten Geruch der unzähligen Coffee-Shops und das mitten im Zentrum gelegene Rotlichtviertel.

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