Archiv für März 2009|Monatliche Archivseite
Blütenpracht im Keukenhof
Freitag ging es mit dem Bus in Richtung Amsterdam, aber vorher bogen wir ab zum Keukenhof. Der Name Keukenhof (keuken-Küche) lässt auf die ehemalige Bestimmung des Hofes schließen…er war einst Kräuterhof der holländischen Königsfamilie. Seit mittlerweile 60 Jahren präsentiert er jedes Jahr im Frühling die neusten und tollsten Tulpenkreationen und vieles blumige mehr!
Da man über Blumen sicher viel schreiben kann, damit aber nie den Eindruck eines Bildes wiedergeben könnte, folgt nun nur noch der Link zu Picasa.
Großeinkauf in einem schwedischen Möbelhaus
Seit Montag 18:32 ist Katrin bei mir in Den Haag – die holländische Bahn hatte sich zwar allergrößte Mühe gegeben, sie davon abzuhalten, es aber zum Glück nicht geschafft. Nachdem der IC von Hannover nach Amersfoort mit jeder Minute Fahrt auch eine weitere Minute hinter dem offiziellen Fahrplan hinterher zu hängen schien, kam irgendwann die Durchsage, dass um Utrecht der gesamte Bahnverkehr zum Erliegen gekommen ist und alle Reisende mit den Zielen Rotterdam, Den Haag, …doch bitte bis zum Amsterdamer Flughafen Schiphol im Zug verbleiben und erst dort in Richtung Den Haag umsteigen sollen. Zu den mittlerweile 40min Verspätung kam also ein weiterer Zeitverlust durch diesen bevorstehenden Umweg…Aber in Schiphol klappte alles unterwartet reibungslos und so kam, dass Katrin tatsächlich den Weg nach Den Haag gefunden hatte!
Soviel zur Vorgeschichte. Da Einkaufen bei IKEA allein so gar keinen Spaß macht, habe ich es bisher vor mir her geschoben und auf die so wichtige Matratze beschränkt. Nun, da ich aber Verstärkung hatte, ging es gleich am Dienstag nach der Arbeit zu IKEA. Auf dem Einkaufszettel standen Küchenutensilien wie eine große Pfanne, ein großer Topf und ein wenig Geschirr…
Da es jedoch Katrins erster Besuch in einem IKEA war, ließen wir es uns nicht nehmen erst einmal gemütlich durch die Ausstellungsräume zu schlendern, Betten und Sofas probe zu liegen/sitzen, Schränke auf und zu zu klappen oder zu schieben und einfach mit allem herum zu spielen.
Nach einer Stärkung mit Apfelkuchen ging es nach unten und galt es, Entscheidungen zu treffen.
Heraus gekommen ist ein voll gefülltes Schubfach:

…und noch so einige Kleinigkeiten.
Im Lebensmittelshop gab es zum Abschluss noch eine Tüte Köttbullar – welche wir uns zum Abendbrot mit Kartoffelpü schmecken ließen!
Sprookjes
Meine sonntägliche Fahrradtour führte mich dieses Mal quer durch Den Haag, durch den Zuiderpark zur Innenstadt und von dort aus weiter an die Nordsee nach Scheveningen, einmal um den Hafen, an den Dünen entlang gen Westen und von Kijkduin den altbekannten Weg zurück…







- (1) Bambusblatt im Zuiderpark
- (2) Reiterstandbild Gulielmo, Innenstadt
- (3) Boot am Strand von Scheveningen
- (4) Zinnfiguren an der Strandpromenade in Scheveningen; noch mehr von den kleinen und großen Wesen in einem märchenhaften Ordner bei Picasa
- (5) Strand irgendwo im Nirgendwo (Ort einer gemütlichen Leserunde in der Sonne)
- (6) überall die ersten Tulpen in freier „Laufbahn“
Amsterdam – zweite Chance
Heute Morgen entschloss ich kurzer Hand, einen Ausflug nach Amsterdam zu machen. Das Wetter war einfach nur traumhaft, kein Wölkchen am Himmel und frühlingshafte Temperaturen. Genau die richtige Stimmung also um Amsterdam eine zweite Chance zu geben.
Warum eine zweite Chance? Vor etlichen Jahren, ich ging noch zu Schule (aber schon in der Oberstufe, denk ich), haben wir eine Klassenfahrt nach Holland gemacht. Unsere Unterkunft waren Ferienhäuser, welche an einen Vergnügungspark angeschlossen waren…der nächste Ort kilometerweit weg. Ein Tagesausflug führte uns jedenfalls mit dem Bus nach Amsterdam. Es hat den gesamten Tag gegossen wie aus Kübeln und ich behielt die Stadt in sehr schlechter Erinnerung.
Ich machte mich also auf den Weg herauszufinden, ob dieser erste Eindruck von damals sich bestätigen würde…oder eben nicht. Nach 40minütiger Bahnfahrt, kam ich an einem völlig überfüllten Amsterdamer Hauptbahnhof an. Nachdem ich mich durch die Menschenmassen nach draußen gequetscht hatte, strahlte mir die Sonne ins Gesicht. Ich versuchte mich an die Gebäude, welche ich sah, zu erinnern…aber so recht wollte mir das nicht gelingen. Ob die riesige Baustelle, welche sich direkt vorm Bahnhof befindet, nicht ganz unschuldig daran ist, weiß ich nicht…
Mein erstes Ziel stand fest – NEMO. Das NEMO ist ein Museum, in welchem Wissenschaft und Technologie zum Anfassen geboten wird…da dies aber allein sicher keinen Spaß macht, wollte ich nicht hinein sonder oben drauf. Die Dachterrasse ist auch für Nicht-Besucher geöffnet und erlaubt einen schönen Blick über die Stadt. Immer am Wasser entlang gen Osten war das seltsam aussehende Gebäude schon bald entdeckt und erklommen.
Es bot sich folgender Ausblick:
Wieder unten angekommen machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt mit Dam, Blumenmarkt und Rembrandt.
Weitere Fotos von meiner Amsterdam-Entdeckungs-Tour findet ihr wie immer bei Picasa.
Fazit: Die Stadt hatte die zweite Chance wirklich verdient und hat mich nicht enttäuscht. Aber meine Lieblingsstadt wird Amsterdam sicher nicht werden…Ein wenig gewöhnungsbedürftig find ich die freistehenden, mobilen Pissoirs, welche in der gesamten Stadt rumstehen…den ständigen, penetranten Geruch der unzähligen Coffee-Shops und das mitten im Zentrum gelegene Rotlichtviertel.
Sunset
…ein wunderschöner Sonnenuntergang an der Nordsee (Den Haag, Kijkduin) am Ende eines sonnigen Freitag!

mehr Bilder…
Goedemorgen!
…Blick aus meinem Zimmer am Morgen!

Nordsee-Radtour
Nachdem ich schon gedacht hatte, dass meine sonntägliche Radtour wortwörtlich ins Wasser fallen würde, verzogen sich die dicken Regenwolken gegen Mittag und der blaue Himmel wurde sichtbar…Auf dem Plan stand erst einmal der Weg zu Meer. Was jedoch auf der Karte so einfach aussah (1x rechts und dann immer gerade aus), scheiterte daran, dass die von mir auserwählte Straße nach 1-2km nicht mehr von Radfahrern befahren werden durfte…Mit der Sonne im Rücken (soweit also auf dem Weg nach Norden) machte ich mich nun also ohne Plan auf den weiteren Weg. Durchquerte Parks, fuhr an Hockey- und Fußballfeldern, Tennis- und Golfplätzen vorbei, gewährte Pferden (inklusive Reitern) die Vorfahrt, umrundete Seen und landete schließlich tatsächlich an den Dünen der Nordsee. Wo mich mein erster Weg geradewegs ans Wasser führte – gibt es hier nicht eigentlich Ebbe und Flut? – Warum ist das Wasser immer da, wenn ich da bin?
Der Wind war sehr stark und so hielt es mich nicht lange am Wasser. Auf dem Hinweg war ich an der Einfahrt eines Radweges vorbei gekommen, welche zum Hoek-van-Holland führen sollte und so beschloss ich frohen Mutes, diesen etwa 15km langen Weg anzutreten. Schon nach wenigen Metern stand ich nur so im Wind, dass ich es jedoch schon fast wieder bereute…
Da ich direkt hinter den Dünen radelte, machte ich immer wieder kurze Pausen, stieg die Dünen hinauf und genoss den Blick aufs Wasser:
Nach einiger Zeit kam ich an einen Karte, welche die Umgebung und die vorhandenen Radwege zeigte. Mein Ausgangspunkt war bereits nicht mehr drauf, aber immerhin hatt ich nun eine Vorstellung davon, wo ich hin wollte.
Außerdem lehrte mich die Karte, was die ganzen Nummern zu bedeuten haben, die mir immer wieder begegneten. Hier gibt es keine nummerierten Radwege sondern nur die Knotenpunkte mehrerer Wege haben Nummern und man hangelt sich von einem Punkt zum nächsten. Mit diesem Wissen und meiner Route „6-9-21-Strand“ ausgestattet ging es weiter bis zum „Hoek van Holland“…
…und wieder zurück. (Picasa)
Delft –> Den Haag (der Umzug)
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Endlich war der Tag des Umzuges gekommen und ich konnte meine vorübergehende Bleibe bei Aljoscha verlassen. Hatte ich am Vorabend alles ordentlich zusammen gepackt, so stand ich nun vor dem Transportproblem: ein großer Rucksack, eine ebenso große Reisetasche, ein kleiner Rucksack, eine gerollte und gut verschnürte Matratze und ein Rad wollten zur neuen Adresse transportiert werden…das zweite Problem war, dass ich bereits 10Uhr den Schlüssen in Empfang nehmen und dementsprechend zeitig aufbrechen sollte.
So machte ich mich 8:30 mit dem großem Rucksack und der Reisetasche bepackt auf den Weg zum Delfter Bahnhof, um mit der Bahn den Weg ins Zentrum Den Haags zurückzulegen. Dort angekommen und den Schalter der HTM (Straßenbahngesellschaft Den Haags) gefunden, kaufte ich mir (nachdem dieser verspätet 10 nach 9 geöffnet hatte) ein Tagesticket für Den Haag und Delft und bestieg kurz darauf die Tram Nummer 9 in Richtung Vrederust. An jeder Haltestelle hielt die Bahn und an „meiner“ brauste sie natürlich vorbei – woher soll ich auch wissen, dass ich dafür nen Knöpfchen drücken muss? Jetzt weiß ich es, aber musste mir das gerade heut passieren? Also stieg ich eine nach der von mir anvisierten Station aus und lief samt Gepäck den Weg zurück – Zeit hatte ich noch genug und so konnte ich zumindest gemütlich gehen.
An meiner neues Adresse angekommen wurde ich auch schon erwartet, erhielt meinen Schlüssel, lud mein Gepäck ab und machte mich auf den Weg zurück nach Delft – dieses Mal komplett mit der Tram, denn dafür hatte ich ja das Ticket.
Auf meiner nächsten Tour nach Den Haag begleiteten mich mein kleiner Rucksack und die nicht sehr handliche Matratze, die auf dem Stuhl neben mir jedoch gut Platz fand. Und nachdem beides den Weg in mein neues Zimmer gefunden hatte, fuhr ich ein letztes Mal an diese Samstag mit der Tram nach Delft.
Für den Rückweg mit dem Rad hatte ich mir eine Route herausgesucht, welche ich aber natürlich nicht einhielt. Trotzdem kamen mein Fahrrad und ich gesund und munter den Den Haag an und das Rad wurde an dem ihm zugedachten trocknen Platz geparkt. Dies war auch nötig, denn kurz darauf begann es zu regnen und wollte bis zum Abend nicht mehr aufhören – dabei hatte der Tag so vielversprechend begonnen und ich wollte eigentlich noch zur Nordsee.
Daraus wurde nichts – abgesehen von einem kleinen Spaziergang zum Einkaufen blieb ich schön im Warmen, packte meine Sachen aus und machte es mir gemütlich (Fotos folgen).
Krokusse
Eine Entdeckung des letzten Tages:


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